Standbilder

Christlicher Antisemitismus in seiner geschichtlichen Entwicklung

Verantwortung für die Zukunft

 

Name: ____________________ Datum: _________

 

Das Bildhauerspiel -- ein Bild in Szene setzen

 

 

Fotografien von Menschen sind ebenso wie künstlerische Darstellungen von Personen erstarrte Szenen des Lebens. Damit solch ‚stumme’ Szenen ihre Sprache wieder gewinnen, ist ein Perspektivwechsel des Betrachters hilfreich. Wenn Du in irgendeiner Weise Teil des Abgebildeten wirst, wird die Stummheit und Unbeweglichkeit aufgehoben. Beim Bildhauerspiel wirst Du entweder zum Bildhauer, der sein Modell der Vorlage entsprechend formt, oder Du wirst zum Modell, das geformt wird. Beide Beteiligten, Bildhauer und Modell, können in Bezug auf das dabei Erlebte befragt werden. Indem sie die geweckten Gefühle und Gedanken zur Sprache bringen, gewinnt das Bild Leben. Das Ziel dieser Methode ist es, das, was das Bild zum Ausdruck bringt, nach zu erleben und somit besser zu verstehen.

 

 

Arbeitsschritte:

 

1. Wählt, wer zuerst welche Rolle einzunehmen hat! Entscheidet also, wer Modell und wer Bildhauer sein wird!

 

2. Der Bildhauer: Du holst Dir bitte bei mir eine Vorlage, die Du dann modellieren wirst. Gib dem Modell keinen Einblick! Nur dann wird sich Dein Modell von Dir formen lassen, ohne selbst eine Idee zu haben, worauf es ankommt.

 

Betrachte das Bild genau! Lass Deine Gedanken fließen und nimm Deine Empfindungen beim Betrachten wahr! Welche einzelnen Teile des Bildes erkennst Du? Wie fühlen sich die Farben und Formen an? Gibt es Bildelemente, die Du kennst (z.B. eine Taube, die für Frieden steht)?

 

Das Modell: Warte ab und lass dem Bildhauer die Zeit, die er benötigt, um sich das Bild einzuprägen und zu erkunden!

 

3. Der Bildhauer: Modelliere nun Dein Modell zu einem Standbild, indem Du Dein Gegenüber die Körperhaltung, Mimik, Gestik einnehmen lässt, wie es der abgebildeten Person entspricht! Verwende möglicher Weise Requisiten (stellvertretend können Gegenstände verwendet werden, z.B. ein großes Lineal für ein Schwert)!

 

Das Modell: Lass Dich darauf ein, vom Bildhauer modelliert zu werden und nimm die entsprechende Haltung, Mimik und Gestik ein, wie sie Dir der Bildhauer vorgibt. Werde ein Standbild!

 

4. Wenn das Standbild zur Zufriedenheit des Bildhauers fertig ist:

 

Das Modell: Bleibe in der Position, zu der Du geformt worden bist! Lass Dein Standbild lebendig werden, indem Du aus der Perspektive dieser Person, die Du einnimmst, sprichst. (Formulierungshilfe: Ich fühle mich ….; In dieser Haltung komme ich mir vor, wie …)

 

Weitere Möglichkeiten für Standbilder:

 

Der Denker von Rodin (Bildvorlage), antiker Diskus- oder Speerwerfer

 

Thematisch: Freiheit, in Angst und Schrecken ...

 

Der nächste Arbeitsschritt:

Statuen aus dem Mittelalter modellieren

 

Unten auf dieser Seite gibt es zwei Buttons, die jeweils zu der Fotografie einer Statue führen.

 

 

 

 

 

 

 

Bitte schaut Euch die Fotografien noch nicht an, denn dadurch würde Euch die folgende Aktion nicht mehr ganz so viel Spaß machen wie möglich.

 

Als Bildhauer sollt Ihr im Wechsel eine Figur modellieren, die auf der Fotografie A oder B zu sehen ist.

 

Achtet darauf, dass derjenige, der modelliert werden soll, das Bild nicht zu sehen bekommt! Nur so kann der Bildhauer wirklich modellieren. Ansonsten wird nämlich das Modell versuchen, die beim Anschauen gefassten, eigenen Ideen durchzusetzen.

 

 

Überlege Dir als Bildhauer, bevor Du beginnst, was Du Deinem Modell über das erzählen willst, was die Figur als Kleidung trägt und mit welchen Gegenständen sie ausgestattet ist. Je weniger Worte Du benutzt, desto besser ist es.

 

Wenn Du fertig bist, dann mach bitte eine Qualitätskontrolle Deiner Bildhauerarbeit. Überprüfe den Gesichtsausdruck, die Kopfhaltung, die Körperstellung und die Haltung der Arme und Hände!

 

Wenn es Dir möglich ist, Deine Statue zu fotografieren, dann kannst Du das zum Abschluss Deiner kreativen Arbeit tun.

 

 

Anschließend an die Arbeit des Bildhauers ist das Modell an der Reihe, aktiv zu werden:

 

Bleibe in der Position, zu der Du geformt worden bist! Lass Dein Standbild lebendig werden, indem Du aus der Perspektive dieser Person, zu der Du geformt worden bist, sprichst.

 

(Formulierungshilfen: Ich fühle mich … ; In dieser Haltung komme ich mir vor, wie …)

So. Entscheidet Euch nun, wer zuerst Bildhauer und wer Modell sein soll.

Der Bildhauer schaut sich dann seine Vorlage an, indem er auf den Button "Statue 1" clickt.

Danach wechseln die Rollen. Viel Spass beim Standbild bauen und gute Erfahrungen.